Mille feuille - bald geht nichts mehr auf PC oder Mac

Mille feuille ( http://www.1000feuilles.ch/ ) wird an die Schülerinnen und Schüler in Form einer CD (compact disc) abgegeben oder kann aus den „Appstores“ von Android und Apple herunter geladen werden. Die Ausgaben für Tablets oder Smartphones benötigen für jede Version eine eigene Lizenznummer. Wer die CD benutzen will, dem reicht im Prinzip ein Webbrowser (Firefox, Chrome, Edge, Safari). Doch leider hat der Verlag auf Flash gesetzt. Flash ist eine (veraltete) Multimediatechnik für das Internet. Das Problem bei Flash ist, dass es sehr unsicher ist und damit ein offenes Tor für das Einschleusen von Viren, Trojaner oder sonstiger Schadsoftware auf den eigenen Computer. - Flash läuft schon lange nicht mehr offiziell auf iOS (iPhone) und Android und es wird auch nicht offiziell von Safari (Mac) unterstützt. Seit Jahren wird von vielen Seiten (Fachzeitschriften, Sicherheitsexperten, Softwarefirmen, usw.) empfohlen Flash nicht mehr zu nutzen und zu deinstallieren.

Heute kommt nun der wohl endgültige Todesstoss für die alte Flashtechnologie. Adobe (Photoshop, Lightroom), das Flash vor einigen Jahren mit Macromedia übernommen hat, hat heute verkündigt, dass es Flash nun für nichtkommerzielle Anwendungen aufgeben will und stattdessen (endlich) auch auf HTML5 setzt. Flash soll sterben, sagt Adobe (www.golem.de) (Weitere Infos zu Flash http://www.heise.de/thema/Adobe-Flash).

Was ist nun mit dem Lehrmittel Mille Feuille? Dieses soll uns erhalten bleiben und ist auch für den Lehrplan 21 vorgesehen, der in den Jahren ab 2018 stufenweise eingeführt wird. Die CD solle so oder so abgeschafft werden, konnte man an einer Veranstaltung zum Lehrplan 21 mit unserem Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (PDF) letzte Woche erfahren. - Warum man aber bei der Entwicklung von Mille feuille auf Flash gesetzt hat, ist nicht verständlich. Denn die Probleme mit Flash sind seit sehr vielen Jahren bekannt.

So oder so: Mille feuille wird nicht mehr lange auf PCs nutzbar sein. Wer keine CD mehr erhält, der braucht ja auch kein Flash mehr. Ob das im Sinne der Eltern ist? Hat wirklich jeder ein Tablet und Internetzugang? Besteht hier nicht die Gefahr, dass das hehre Konzept Integration, enthalten in der Bildungsstrategie, unterlaufen wird?

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